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- Story #1Ich gehe immer zum gleichen Coiffeur und beim Haareschneiden hat er mir diese Geschichte erzählt. Wie fast alle Geschäfte heute hatte er ein Bezahlterminal, mit dem man kontaktlos mit der Karte bezahlen konnte. Eines Tages kam von der zuständigen Firma die Auf
- Systemwandel 1 LebensräumeIn Lebensräumen blüht das Leben ganz von selbst. Lebewesen brauchen ein Zuhause nah am Wasser, an Energiequellen und Nährstoffen. Nachbarschaft zu anderen Lebewesen und Pflanzen ermöglicht den Austausch von Ressourcen, Kommunikation und Schutz. Sind die Räume
- Systemwandel 1 Lebensräume > Bring- und HolräumeGemeinsame Räume zum Lagern und Tauschen schaffen Platz und sparen Geld.Selbst eine einfache Parkbank kann in der Stadt zum nachbarschaftlichen Tauschort #72 werden. Im alten Schweinestall #61 sammelt sich über 10 Jahre hinweg das Material für das beste Ha
- Systemwandel 1 Lebensräume > Ein Ort für alle(s)Eigenständige Orte ermöglichen Gemeinschaften und sparen Zeit, Geld und Raum.Alles an einem Ort zu haben, ist seit jeher das Geheimnis für stressfreies Leben in einem griechischen Bergdorf #149 . Wenn etwas fehlt, reicht meist ein Anklopfen bei den Nachbar*in
- Systemwandel 1 Lebensräume > FreiräumeWo nichts muss und alles darf, ist Platz für ganz Neues.Was entsteht in Freiräumen? Machen wir öffentlichen Raum als Lebensraum gestaltbar #86 , ist plötzlich Platz für Hängematten oder gar eine Sauna. Dafür braucht es nicht mal Organisation, sondern es reich
- Systemwandel 1 Lebensräume > Grenzen durchbrechenGestalten wir Räume durchlässig, öffnen sich Welten.Welche Welten können sich öffnen? Mit 24-Stunden-Betrieb wird die Bibliothek zum öffentlichen Wohnzimmer für das Quartier #186 . Ein Privileg ist das Leben in einer 15-Minuten-Stadt #159 . Erleben wir den R
- Systemwandel 1 Lebensräume > Was noch?Für einen Systemwandel braucht es Lebensräume. Was fehlt noch in unserem Prototypen?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Lebensräume zu erzählen haben. Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen und ihren Storie
- Story #2Also, was ist für mich Lebensqualität? Gehen.Jeden Tag gehe ich dieselbe Strecke von mir daheim hinauf zum Dolder. Wenn man immer den gleichen Weg geht, schenkt man den Dingen viel mehr Aufmerksamkeit und man beginnt, Details zu sehen. Ich kenne all die Bäume
- Systemwandel 2 KreisläufeKreisläufe ermöglichen ein Leben in Kreisläufen.Unsere Welt dreht sich in Kreisen. Jahreszeiten, Tag und Nacht, Wasser-, Energie- oder Stickstoffkreisläufe sind die Grundlage allen Lebens auf dem Planeten. Wenn etwas stirbt oder zerfällt, kommen die Nährstoffe
- Systemwandel 2 Kreisläufe > Leben in ZyklenWenn wir unserem natürlichen Rhythmus folgen, können wir erfüllt leben, ohne uns auszulaugen.Für sie heisst eine gute Balance, im Garten den Ausgleich zur kopflastigen Büroarbeit zu finden #130 . Für ihn, intensiv zu sparen, um dann zwei Jahre reisen zu könne
- Systemwandel 2 Kreisläufe > MultifunktionalWas wir dank klugem Design flexibel nutzen können, findet mit ein bisschen Kreativität immer neue Verwendung.Modulare Lasten-Räder lassen sich in eine mobile Küche oder ein DJ-Set #167 umbauen, sodass viele das Angebot nach ihren Vorstellungen nutzen können.
- Systemwandel 2 Kreisläufe > Nicht mehr, nicht wenigerIn Kreisläufen findet sich das Optimum nicht im Maximum.Qualität geht vor Quantität, wenn die Salsa nur aus den besten Tomaten gemacht wird (#68) . Statt zu maximieren schafft die Permakultur maximal effiziente Ressourcenkreisläufe (#96) . Eine solidarische
- Systemwandel 2 Kreisläufe > Teilen statt hortenEs ist bereits genug für alle da. Lasst uns den Überfluss teilen und zurückgeben, was wir nicht mehr brauchen.Was nicht mehr gebraucht wird, wird zurückgegeben, um Platz zu schaffen #70 . Einen guten Ort dafür zu finden, kann den Abschied erleichtern #73 . D
- Systemwandel 2 Kreisläufe > Was braucht noch Verbindung?Für einen Systemwandel braucht es funktionierende Kreisläufe. Was fehlt noch in unserem Prototypen?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Kreisläufe zu erzählen haben. Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen un
- Story #3Ich bin ganz glücklich, dass es in der Nähe unserer Wohnung Bücherkisten gibt, zum Beispiel am Bahnhof Wipkingen und beim Letten. Bei den Bücherkisten kann man Bücher bringen und nehmen. Jedes Buch wird so mehrmals gelesen, das finde ich schön. In Bücher-Brock
- Systemwandel 3 SorgetragwerkCare ist das Tragwerk jeder Gesellschaft. Menschen haben nur einen Körper. Von Geburt bis Tod sind wir davon abhängig, dass wir versorgt, beschützt und gepflegt werden. Wenn wir krank oder verletzt sind, wenn Angst überhand nimmt oder alles sinnlos erscheint,
- Systemwandel 3 Sorgetragwerk > Care immer und überallIst Care in jedem Lebensbereich selbstverständlich, geht es uns allen besser.Selbst in anonymen Nachbarschaften kann in Krisen Solidarität entstehen (#34) . Und auch Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten können zueinanderfinden und füreinander
- Systemwandel 3 Sorgetragwerk > Care-CrewsIn solidarischen Gemeinschaften sind wir widerstandskräftiger. Teilt sich die Hausgemeinschaft die Kinder, gibt es viel Grund zum Feiern #150 . Bauen wir ein Dorf in der Stadt, können wir Kinder- und Altersbetreuung gleich mitorganisieren und sparen erst noc
- Systemwandel 3 Sorgetragwerk > Von Sinnlosem befreitWenn wir den Fokus auf das legen, was uns wirklich wichtig ist, leben wir mit weniger Ressourcen zufriedener.Sinnloses loslassen kann bedeuten, innezuhalten und das Glück im Alltäglichen zu erkennen #136 . Oder wenig zu konsumieren, wenig zu arbeiten und die
- Systemwandel 3 Sorgetragwerk > Was braucht mehr Care?Für einen Systemwandel braucht es eine Sorgekultur. Was fehlt noch in unserem Prototypen?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Sorgetragen zu erzählen haben. Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen und ihren S
- Story #4Am ersten Geburtstag meiner Tochter wurde im Züri-Zoo ein Elefantenbaby geboren. Meine Tochter ist nun ein grosser Fan von Elefanten. Eines ihrer ersten Wörter war das Wort «Bebefant». Das hat mich zum gleichnamigen Projekt inspiriert.Bebefanten sind Spielzeug
- Systemwandel 4 GemeinschutzDas Gemeinsame gemeinsam zu regeln ist eine evolutionäre Superpower.Wir teilen uns die Welt mit Milliarden anderen Lebewesen . Wer gemeinsame Sache machen kann, ist klar im Vorteil. Die Menschheit überlebte dank ihrer Fähigkeit, das, was alle zum Leben brau
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Aktiv ohne GrenzenFür Recht und gegen Unrecht einzustehen gehört sich an jedem Ort.Wenn wir lernen in allen Lebensbereichen empathisch zu sein, geht es uns nicht nur besser, unsere Arbeit hat auch mehr Wirkun #185 . Bringen wir Aktivismus und Beruf zusammen, sind wir erfolgrei
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Gemeinsame Sprache findenGemeinsame Lösungen brauchen gemeinsame Sprache.Welche Türen kann eine gemeinsame Sprache öffnen? Aktivisti finden offenere Ohren für ihre Anliegen bei Bekannten oder CEOs von Grossbanken . Umweltorganisationen und Industrieverbände finden einen gemeinsam
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Sanktion, aber sofortWenn wir gemeinschädliches Verhalten sofort anprangern, schützen wir die kooperative Mehrheit.Mit Kreativität und Leidenschaft können wir gemeinschädliches Verhalten sofort anprangern, sei es mit dem Ruderboot vor der Bank #157 oder beim Umgestalten von Wer
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Vernünftig verteiltOrientieren wir uns an den echten Bedürfnissen der Menschen, landen Ressourcen auch am richtigen Ort.Im gemeinsamen Kühlschrank nimmt jede Person, was sie braucht (#125) , und bringt, was sie übrig hat. Im Velokino erzeugen wenige Menschen den Strom für alle.
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Was fehlt?Für einen Systemwandel braucht es Kooperation. Was fehlt noch in unserem Prototypen?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Kooperation zu erzählen haben. Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen und ihren Storie
- Systemwandel 4 Gemeinschutz > Zwangbefreit wirtschaftenOhne ungesunde Abhängigkeiten können wir gesund wirtschaften.Von welchen Zwängen können wir uns denn zum Beispiel befreien? Können Bauernhöfe ihre Produkte direkt vermarkten, sind sie nicht mehr von Grossverteilern abhängig #191 . Mit einer klaren Geschäftsph
- Story #5Unsere Familie ist gross, drei Töchter, ich und mein Mann. Mittlerweile sind alle im Alter, wo sie ihr eigenes Leben haben, einen eigenen Fahrplan und unterschiedliche Bedürfnisse. Irgendwann wurde es schwierig, alles unter einen Hut zu bringen. Zusammen Mitta
- Systemwandel 5 WandelfähigkeitNur wer mit der Welt mit-wandelt, überlebt.Die Welt verändert sich konstant. Morgen wird nie mehr wie gestern sein. Manchmal sehen wir die Veränderung voraus, manchmal nicht. Manchmal können wir sie beeinflussen, oft auch nicht. Sicher ist nur, dass die Veränd
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Alle zurück in die SchuleBetrachten wir alle Lebewesen als Lehrer*innen, lernen wir fürs Leben und Überleben.Was können wir denn alles Überlebenswichtiges lernen? Zum Beispiel von der Grossmutter #192 , wie man mit dem Tod umgehen kann. Von einer fremden Kultur #174 oder Menschen
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Das können wir selber!Wer vielfältige Aufgaben selbst übernehmen kann, spart Geld und kann massgefertigte Lösungen finden.Dieser Hüttenwart kann alles, was es auf der Alp braucht #43 . Auch auf dem Hof sind vielfältige Fähigkeiten gefragt, wobei die Arbeit mit den Händen als Idyl
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Einfach NeinEine klare Haltung spart Energie und Zeit.Von Gewohnheiten loslassen zu können, die anderen Schaden zufügen, ist wie ein Befreiungsschlag #32 . Mit ein bisschen Rückgrat können wir uns auch die Diskussion sparen #59 , ob wir unseren Abfall einfach zukünftige
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Genau hinschauenWollen wir verstehen, wie die Welt funktioniert, müssen wir der Sache auf den Grund gehen.Genau hinzuschauen kann bedeuten, durch Zuhören gemeinsame Lösungen zu finden #94 , die eigene Aufgabe in dieser Welt zu hinterfragen #181 , oder gar unsere Zivilisati
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Glücks-Meister*innenMachen wir den Weg zum Ziel, haben wir unbegrenzte Glücksquellen.Aus was können Glücksmeister*innen alles Zufriedenheit ziehen? Zum Beispiel dem Jäten von Unkraut #39 , weil es komplett stressfrei ist. Oder wenn das spontane Heuen die Alltagsmonotonie aufbri
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Jenseits der LandkarteWo uns die alten Strukturen nicht mehr dienen, finden wir ganz neue Wege.Mit Erfindergeist #69 , Flexibilität #64 und Mut #104 können wir unsere Zivilisation ganz neu denken. Zum Beispiel bei der Frage, die so alt ist wie das Leben selbst: wie gehen wir
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Ressourcen vor PlanWenn der Plan aus dem entsteht, was da ist, mangelt es an nichts.In Fülle gibt es Vieles: der leere Kellerraum #74 wird dank totaler Gestaltungsfreiheit zum wohl kostengünstigsten Break-Dance-Studio. Im Brockenhaus entstehen genau wegen der fehlenden Planbar
- Systemwandel 5 Wandelfähigkeit > Was braucht Veränderung?Wir machen uns wandelfähig. Was fehlt noch für einen Systemwandel?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Wandelfähigkeit zu erzählen haben. Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen und ihren Stories zu den folge
- Story #6Unser alter Turmix-Handmixer konnte eines Tages nur noch im Rückwärtsgang betrieben werden. Der Schalter liess sich einfach nicht mehr nach rechts zu den fünf Stufen im Vorwärtsgang bewegen. Mein Mann wollte ihn entsorgen, weil es sich ja sicher nicht mehr loh
- Systemwandel 6 VerankerungGemeinsamer Sinn braucht gemeinsame Wirklichkeit.Wir leben in einer Welt mit objektiven Grenzen, Zusammenhängen und Konsequenzen. Unser Planet hat 510072000 Quadratkilometer Oberfläche. Wenn wir Grundwasser abpumpen, sinkt der Wasserspiegel. Wenn wir einen Wal
- Systemwandel 6 Verankerung > Im Fluss der ZeitWir sind die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft.Im Fluss der Zeit zu stehen heisst: Antike Texte lesen, um die heutige Welt zu verstehen (#176) . Mit veganem Randenbündnerfleisch Kindheitserinnerungen wecken (#171) . In Filmen Inspiration für die Zukun
- Systemwandel 6 Verankerung > Mensch leg die Krone abAls Teil eines grossen Netzwerks leben wir verbunden mit Land und Lebewesen.Wenn die Nahrungsproduktion nicht nur menschlichen Ansprüchen folgt, sondern natürliche Gegebenheiten berücksichtigt, entsteht eine Gemeinschaft die über die konventionelle Landwirts
- Systemwandel 6 Verankerung > Messen, was zähltMessen wir richtig, steuern wir richtig.Wenn wir sichtbar machen, dass faire Arbeitsbedingungen 15 Rappen mehr kosten, wird die Entscheidung für die faire Pizza zum No-Brainer #183 . Dank dem Slavery-Footprint verstehen wir die tatsächlichen Kosten von Konsu
- Systemwandel 6 Verankerung > Was ist noch unverankert?Wir verankern uns in der Wirklichkeit der Welt. Was fehlt noch in unserem Prototypen?Wir sind an allen Menschen und ihren Projekten interessiert, die etwas zum Thema Verankerung zu erzählen haben.Insbesondere suchen wir im Moment nach Menschen und ihren Storie
- Story #7Die Tradition kommt von Omama Schüfeli, der Mutter einer guten Freundin. Zweimal pro Jahr gab es in der Bauernfamilie Fasnachtschüechli: zur Fasnacht und zum Geburtstag des Vaters. Omama Schüfeli hatte eine neue Methode entdeckt: Anstatt den Teig langzuziehen,
- Story #8Das Thema Asyl und Flüchtlingsbetreuung begleitet mich mein ganzes Leben. Als ich für den Grossrat kandidierte, bekam ich ein Telefon von einem Mann, der von mir wissen wollte, wie ich zu den vielen Asylbewerbern stehe. Je nachdem bekäme ich seine Stimme. Es f
- Story #9Wir hatten schon immer Nachfrage nach einem Second-Hand-Bereich in unserem Laden. Mit unserem Tauschsystem haben wir das jetzt noch viel besser umgesetzt, elegant und intuitiv, spielerisch. Man stellt seine Freitag-Tasche online und wählt aus, an welchen Tasch
- Story #10Vor zwei Jahren bekam ich mein erstes Skateboard geschenkt. Mein ganzes Leben lang fand ich das Pendeln und Vorwärtskommen in Zürich mühsam. Die Staus, das Rennen auf den Bus, der Kampf um Sitzplätze und weshalb kommt mein Tram immer zuletzt. Als ich dann das
- Story #11Im Eingang meines Hauses steht seit über einem Jahrzehnt dieses alte Schränklein. Es ist hölzern und weiss und hat viele Schubladen. Ich wollte seit langem gerne etwas Neues an dieser Stelle. Je mehr Schubladen du hast, desto mehr Krempel sammelt sich an. Also
- Story #12Wir haben in unserem Garten unter der Pergola einen Pingpong-Tisch, den man von der Strasse aus sehen kann. Vorhin lungerten zwei junge Leute in unserer Einfahrt herum. Ich ging raus. Sie fragten, ob das ein öffentlicher Tisch sei. Sie müssten sich dringend wi
- Story #13An diesem Freitag hiess es dann: Lockdown, Schulen zu. Ich habe meine schöne Agenda angeschaut und erstmal fast alles ausradiert. Nach 16 Jahren als Primarlehrerin war ich in einer Art Sabbatical und wollte mein Geld eine Weile mit Lehrvertretungen an der Päda
- Story #14Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal beim Plastikfasten mitgemacht. Eine Woche lang versucht man, ohne Plastik auszukommen. Die Aktion beginnt gerade zum zweiten Mal. Schon beim ersten Mal habe ich konsequent kein Plastik gekauft. Da ich ausschliesslich Bio-Le
- Story #15Als mein Mann in einem Quartierladen in Wollishofen arbeitete, brachte ich ab und zu Kuchen vorbei. Die Kunden haben die Kuchen immer schnell weggegessen. Es gab Kundinnen, die himmelten einen regelrecht an. Wenn die alle so gerne haben, dann muss ich halt reg
- Story #16Am Anfang war für mich die Frage: Was will ich mit meinem Leben machen? Innerhalb des Rahmens, den wir heute in der Schweiz haben, wie kann ich das meiste daraus machen, am meisten etwas bewirken, das positiv ist, das mein Leben erfüllt? Ich kam zum Schluss: D
- Story #17An einem Abend ging ich mit meiner Katze im Innenhof spazieren. Ich sah auf einer Bank eine junge Amsel. Wir näherten uns, aber sie flog nicht weg, wie man das erwarten würde. Meine Katze stand ganz nahe bei der Bank, aber lustigerweise schaute sie einfach zum
- Story #18Innerlich war ich erstarrt. Die Arbeit hat für mich eine ausserordentlich grosse Bedeutung. Sie gibt Sinn und Bezug, definiert deine Person und gibt dir Selbstwertgefühl. Mit der Kündigung ist es so, als würde deine ganze Geschichte abgeschnitten. War denn all
- Story #19Ich bin ein Naturkind. Seit ich mich erinnern kann, fasziniert mich die Natur und am allermeisten der Regenwald. Dieses einzigartige grüne Durcheinander, alles wächst übereinander, ineinander, für- und gegeneinander. Als ich klein war, sagte ich immer: Wenn ic
- Story #20Wir lebten in der DDR und da gab es zwar alles, was man brauchte, aber keine große Auswahl und oft keine hübschen Sachen. Meine Schwester war 1961, vor dem Bau der Mauer, abgehauen. So nannten wir das damals.Ich konnte einmal meine Schwester im Westen besuchen
- Story #21Wieso s’Velo? Da gibt es viele Gründe. Das Velo war mein erstes Fortbewegungsmittel. Es fasziniert mich, dass reine Muskelkraft mich so schnell, unkompliziert und gut fortbewegt, und es ist für mich einfach ein Kultobjekt. Gebastelt und getüftelt habe ich auch
- Story #22Manchmal habe ich Lust auf ein Glacé. Aber es ist leider fast nicht möglich, eines ohne Verpackung zu bekommen. Wenn ich mir dann doch eins gönne, geniesse ich es schon. Aber wenn ich dann die Verpackung in den Abfall werfe, fühlt es sich schlecht. Als Umwelti
- Story #23Wer kann in der Schweiz schon von sich sagen, er habe einmal einen Bahnhof gebaut? Ich! Und es ist jetzt ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung, dabei steht es nicht einmal am ursprünglichen Ort. Ursprünglich war es eine der beiden Personenhallen des ersten d
- Story #24Ich habe ganz vergessen euch von unserer nachhaltigen Strandküche auf Ischia zu erzählen: Im 100 Grad heissen Sand – wegen dem Vulkan! – garte unser Essen, während wir ins Meer schwimmen gingen. Danach in Ruhe essen war schwierig, so viele Touristen schauten
- Story #25Nach meinem Jusstudium habe ich ein Gerichtspraktikum gemacht, mich für die Anwaltsprüfung vorbereitet, der klassische Karrierepfad eben. Ich war mir nicht mal sicher, ob ich je als Anwältin arbeiten möchte, aber ich fand damals, ich mache die Anwaltsprüfung l
- Story #26Wer kennt sie nicht, die stinkenden lachsrosa oder gelben Waffellappen aus Kunststoff. Oder die baumwollenen mit Streifen, die nach ein paarmal waschen dünn und fadenscheinig sind und sich auflösen. Fürs ungeliebte Abwaschen käme es ja niemandem in den Sinn, e
- Story #27Gestern hatte ich ein Treffen mit acht Leuten auf einer virtuellen Plattform. Die Gruppe beschäftigt sich damit, ein Bildungsangebot im Bereich der Gemeingüter oder Commons, wie es in Englisch heisst, zu erarbeiten. Gemeingüter sind Dinge, die alle Menschen br
- Story #28Während den Ferien tränke ich meinem Bruder die vielen Blumen auf dem Balkon. Er hat nur eine kleine Giesskanne mit dünnem Hals. Einmal habe ich ihn gefragt: weshalb hast du nicht mehr Giesskannen oder solche mit grösserer Öffnung? Das ist doch ineffizient, da
- Story #29Ich war schon immer gerne daheim, aber trotz meiner Pensionierung nie in dem Mass wie jetzt. Sonst habe ich die ganze Zeit Termine, Yoga, kochen in der Kirchgemeinde, Tavolata bei uns im Haus, Freunde treffen. Das ist jetzt alles weit weg. Nur meine zwei ehema
- Story #30Zuhause habe ich immer einen Stapel Kleider. Kleider von meinen Söhnen und Enkelkindern, die alle darauf warten, geflickt zu werden. Begonnen habe ich das, als meine Kinder noch klein waren. Ich habe alles geflickt, was man flicken konnte. Fortwerfen konnte ic
- Story #31Der Mae-Geri ist eine Fusstechnik, bei der die Kraft gerade nach vorne wirkt. Das Foto haben wir gewählt, weil es schön komponiert ist, aber die beabsichtigte Wirkung des Tritts sieht man eigentlich nicht. Man sieht nur die Rolle, die in die Höhe saust, und ni
- Story #32Seit einem Jahr lebe ich ohne Tierprodukte. Das war für mich wie ein Befreiungsschlag, die Lösung eines inneren Konflikts. Lange Zeit legte ich mir Stories zurecht, weshalb ich Tierprodukte konsumiere, obwohl ich immer mehr darüber erfuhr, mit welchen Probleme
- Story #33Neben meiner beruflichen Tätigkeit als Physiker in einem Windenergie-Projekt unterrichte ich seit bald zwei Jahren Taichi. Mit der Pandemie kam das Homeoffice und auch das Unterrichten war nicht mehr so einfach. Ich wohne in einer grossen WG und die meisten vo
- Story #34Am Anfang der Pandemie war es vor allem schwierig, sich gegenseitig zu finden. Wir haben einen Flyer gemacht, den viele Freiwillige im Schnelltempo an allen Türen aufgehängt haben, Strasse für Strasse. Es war lässig, wie schnell die Leute mitmachten. Über ein
- Story #35Lebensmittel sind mir sehr wichtig. Mir ist wichtig, woher sie kommen, wie sie hergestellt werden und wer dahintersteht. Und ich möchte mitbestimmen können, welche Lebensmittel ich beziehen kann. Immer in den Bioladen zu gehen war für mich zu teuer und Supermä
- Story #36«Kann ich Sie mal was fragen», fragte der Mann. Da diese Frage immer mit Ausgaben verbunden ist, mag ich sie nicht. Aber es war ein Sommertag, und ich hatte gerade mit einer Freundin bei einem Kaffee vor dem Landesmuseum die Welt neu sortiert und als besseren
- Story #37Ich arbeite seit vielen Jahren als Betreuer in einem Heim für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Doch noch immer studiere ich dran herum, weshalb mir die Arbeit eigentlich so gut gefällt. Weshalb ist mir manchmal viel wohler, wenn ich mit den Mensc
- Story #38Als Mitte März der Lockdown verkündet wurde, packte mich die Angst. Kann ich meinen Coiffeursalon behalten, den ich über Jahrzehnte aufgebaut habe? Ich hatte schon ein bisschen Geld gespart, aber das war eigentlich für nach der Pensionierung gedacht. Die erste
- Story #39Wieso jäte ich gerne? Jäten mache ich nämlich fast am liebsten im Garten.Erstens muss ich nicht viel studieren. Es gibt nicht viele Entscheidungen, ausser, was reiss ich aus und was nicht. Wenn ich etwas säe, habe ich immer Erwartungen, ich tu das mit einer Ab
- Story #40Es war der Freitagabend, an dem beschlossen wurde, dass die Schulen zugehen. Am Samstagmorgen hatte ich eine Schicht an der Kasse im Supermarkt. Meine Chefin schrieb, vielleicht kommst du besser etwas früher… Am nächsten Morgen standen die Kund*innen bis keine
- Story #41Jede Woche liefern wir mit Grassrooted gerettetes Biogemüse an unsere Abonent*innen. Bei den Mengen an Gemüse, die in der Schweiz schon auf dem Bauernhof weggeworfen werden, ist es nicht viel, aber es ist ein Anfang.Unser Service war durch die Pandemie nicht s
- Story #42Ich komme aus Indien und arbeite seit 23 Jahren als Küchenhilfe im Café Schluuch. Jeden Tag um zwei Uhr bin ich fertig mit der Arbeit. Ich habe auch eine Wohnung oben im Haus. Meine Chefin ist Gabi, die weiss alles über das Haus und das Café.Vor etwa fünf Jahr
- Story #43Ich bin jedes Jahr ein paar Wochen als Hüttenwart auf einer Alp. Ich koche, putze, flicke und erledige alles, was sonst anfällt. Bezahlt werde ich nicht dafür. An Wochenenden ist es wirklich streng, man arbeitet von morgen früh bis abends spät. Unter der Woche
- Story #44Ich wurde vor einem Jahr in den Regierungsrat gewählt. Ich stehe nun an der Spitze einer Organisation mit rund 1800 Mitarbeitenden, die ziemlich hierarchisch aufgebaut ist. Eine ordentliche Veränderung für mich, arbeitete ich bis dahin in einer Firma mit fünfz
- Story #45Für mich wäre ein voller virtueller Präsenzunterricht während der Pandemie der totale Stress gewesen. Das wäre wie Schule ohne Schule machen. Man sieht sich in jeder Lektion, die im Stundenplan steht, und am Schluss gibt es Noten. Es wäre ein grosser Eingriff
- Story #46Ich habe vor drei Jahren zum ersten Mal die Trendsportart Sign spinning gesehen. Leute hatten den Job, an der Strasse zu stehen und Werbeschilder hoch zu halten. Aus Langeweile und zur höheren Werbewirkung fingen einige von ihnen an, diese Schilder zu manipu
- Story #47Ich bin in der Altstadt aufgewachsen. Hier gab es alles, was man zum Leben brauchte. Heute hast du fast nur noch Kleider- und Cremli-Läden. Es hat alles, was man nicht braucht. Und es ist abends sehr laut von den Leuten im Ausgang. Während des Lockdown war es
- Story #48Ich esse unglaublich gern und ich habe einen starken Bezug zu Lebensmitteln. Was braucht es, damit etwas wächst, gedeiht, verpackt, transportiert und verkauft ist? Diesen ganzen Kreislauf bis man etwas essen kann finde ich unglaublich faszinierend.Ich bin bei
- Story #49Vor rund zweieinhalb Jahren zog ein neues Pärchen in unserem Mehrfamilienhaus ein und mit den beiden kam auch das Projekt El Comedor zu uns. Unterdessen machen vier der fünf Parteien mit und ehemalige Hausbewohner, die nicht allzu weit weggezogen sind, sind we
- Story #50Bei uns leben Leonie, Michèle und ihre Tochter Tiffy, Mimi, Bo, Kona und der kleine Tim. Viele berührt die Geschichte von Leonie ganz besonders. Als sechswöchiges Schweinchen rettete sie sich mit einem Sprung vom Transporter zu uns auf den Hof Narr. Seither ge
- Story #51Wir wussten schon vor der Geburt meines zweiten Kindes, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber nicht was. Das war eine wahnsinnige Last, die ich bis zur Geburt trug. Im Leben hast du vieles in der Hand, aber eben nicht alles. Du hoffst einfach, dass das, was du
- Story #52Heute haben wir uns über die Klimastreikenden unterhalten und darüber, wie weit wir selber gehen würden im Kampf für eine wichtige Sache. Dazu kam mir eine alte Geschichte in den Sinn. Ich war in Deutschland auf der Uni, als Studiengebühren eingeführt werden s
- Story #53Nachdem ich mein Studium der Agronomie abgeschlossen hatte, kehrte ich für eine neue Arbeit wieder nach Zürich zurück. Für diese neue Lebenssituation habe ich bewusst nach neuen Wohnmodellen Ausschau gehalten. Ich wohne jetzt in einer 7er-WG im Hunziker Areal
- Story #54Beluga-Linsen gedeihen eigentlich gut in der Schweiz. Trotzdem kommen die allermeisten Linsen in den Läden aus Kanada. Dort hatte man zur Verbesserung der Bodenqualität verschiedene Hülsenfrüchte angebaut. Die Kanadier selber essen kaum davon, es ist einfach n
- Story #55Ich bin ein Forstmann, habe an der ETH studiert. Die Schweiz war ja in der Gründerzeit der Eisenbahn weitgehend entwaldet und hatte deshalb grosse Probleme mit Steinschlag, Lawinen, Murgängen, Überschwemmungen. Gigantische Aufforstungsprojekte über weit mehr a
- Story #56Wir wollten im Freundeskreis schon länger zusammen ein Unternehmen gründen. Einer von uns sah auf einer Reise ein Projekt, das am Abend in Bäckereien unverkaufte Esswaren sammelte und am nächsten Tag unter dem Motto Frisch von gestern verkaufte. Wir waren be
- Story #57In unserer Wohngenossenschaft beziehen viele Haushalte Lebensmittel der Food-Coop El Comedor. Da aber nur alle drei Monate geliefert wird, muss man grössere Mengen lagern können. Gewisse Haushalte konnten das nicht. Ein paar von uns hatten deshalb die Idee, mi
- Story #58Vor zwei oder drei Jahren habe ich einen kleinen Bericht in der Zeitung über die Rosita-Wägeli aus Wittenbach gelesen. Mir war gleich klar, mit einer solchen Knutschkugel möchte ich auch einmal verreisen. Die Wägeli sind einfach so heiss! Diesen Frühling ist m
- Story #59Der erste Abfall, der überhaupt je produziert wurde, entstand beim Big Bang. Wadadumm und wumm hat’s gemacht und seither fliegen die Brocken durchs All. Das fasziniert mich unglaublich, die Entstehung des Universums bis hin zur Entstehung der Erde und des Lebe
- Story #60Ich war fürs Wochenende allein in Graubünden. Die Wetter-App zeigte im Laufe des Nachmittags eine heftige Schlechtwetterfront mit Gewittern an. Ich plante daher zuerst, bloss eine kleinere Wanderung an den Lai Grand zu machen. Spontan beschloss ich dann aber,
- Story #61Die Eingangstreppe war mal ein Stein am Bahnhof. Der Badezimmerspiegel, das Tischservice und eine Leuchtstoffröhre sind aus einem Hotel. Die Kellertüren aus einem Durchgangsheim, die Ziegel vom Dach der alten Scheune vis-a-vis, der Kachelofen aus einem Chalet,
- Story #62Zuerst war da die Idee, einen Second-Hand-Laden oder einen Flohmarkt zu machen. Aber etwas ganz ohne Verkaufen gefiel uns besser. An unsere Tauschanlässe bringt man und frau die Kleidungsstücke mit und geht mit anderen wieder nach Hause. Mit Kleidern, die zwar
- Story #63Etwas, das mich glücklich macht: wenn der Quartierhof Wynegg, ein Bauernhof mitten in Zürich, mir ein SMS schickt, dass sie Leute zum Heuen brauchen. Dann spielt es keine Rolle, ob ich gerade Zeit habe oder nicht, das mache ich einfach. Gerade weil es so ungep
- Story #64Als ich aus dem Iran geflüchtet bin, habe ich alles verloren, meine Familie, meine Freunde, meine Firma. Ich versuche hier ein neues Leben zu beginnen. Der Schlüssel dafür ist Sprache. Ich habe am Anfang jeden Tag acht Stunden selber in der Bibliothek Deutsch
- Story #65Für Esswaren, die uns noch fehlen, gehen wir containern. Das heisst, wir nehmen aus den grossen Abfallcontainern der Supermärkte Lebensmittel, die noch gut sind. Letztens habe ich in einem solchen Abfallcontainer unzählige Packungen Eier gefunden. Ein Ei ist s
- Story #66Das ist total aus Zufall entstanden. Ich führte in einem Live-Talk ein Gespräch mit Gabriela Manser, Unternehmerin und Erfinderin von Flauder. Wir sprachen miteinander über Glück und Nachhaltigkeit, über Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gegenüber der Welt. Irgen
- Story #67Wir nehmen Menschen bei uns auf, wegen dem Asylrecht, aus christlichen Gründen, ja, aber das macht doch nur Sinn, wenn sie auch eine Arbeit haben, eine Familie aufbauen und ernähren können, zufrieden sind. Sprache ist der Schlüssel. Wenn du die Sprache nicht h
- Story #68Ein Quintal ist hundert Kilo. Meine Tochter und ich haben jetzt knapp ein Quintal unserer Tomaten durch diese Maschine gequetscht. Die Häute und Kernen werden dabei entfernt und das Fruchtfleisch wird zu Mus. Das füllen wir in Flaschen. Diese werden in einem g
- Story #69Das hat schon im Kindergarten begonnen. Ich sollte den Anzug meines Vaters in der Wäscherei abholen. Ja nicht verknittern sollte er. Die Frau in der Wäscherei gibt mir also den Anzug, aber er war so gross und ich so klein, dass er fast am Boden nachschleifte.
- Story #70Wenn ich etwas brauche, gehe ich oft zuerst ins Brockenhaus. Für Kleider und andere Dinge, Teller, Tassen, Ersatzpfannen. Oft auch Sachen, die man in normalen Läden gar nicht findet. Kleider aus schönen Stoffen zum Beispiel, die vielleicht mal sehr teuer waren
- Story #71Ich forschte mehrere Jahre zum Thema nachhaltige Bodenbewirtschaftung in Tadschikistan. Wir haben einen partizipativen Ansatz ausprobiert, Doktoranden aus der Schweiz zusammen mit Doktoranden aus Entwicklungsländern. Ich hatte das Gefühl, wirklich einen Beitra
- Story #72Ich fühle mich hier in Zürich viel relaxter. Ich liebe es, auf der Badenerstrasse einen Traktor zu sehen, all die Parks, Wälder. Als ich hier ankam, fragte mich mein Freund: schwimmt ihr auch in der Seine? Und ich musste lachen, hast du schon mal die Farbe der
- Story #73Wenn mir ein Kleidungsstück verleidet ist oder es nicht mehr zu meinem Leben passt, aber in gutem Zustand ist, dann mag ich es nicht einfach in eine Lumpensammlung geben. Ich finde Kleidersammlungen lieblos, die man mit Schuhen, Anzügen, Unterwäsche und alten
- Story #74Mein Kumpel und ich brauchten zuerst eigentlich einfach einen Trainingsplatz und einen Ort fürs Breakdancen. Wir sahen eine Anzeige für einen Raum in einem Neubau, neben der Waschküche, ohne Fenster. Wände, Boden und Decke aus Beton.Zuerst haben wir einen Bode
- Story #75Wenn du all den Konsum nicht mitmachst, Auto, Rauchen, Ausgang, auswärts essen, dann hast du Freiheit. Ich habe nur wenige Grundausgaben und pro Tag gebe ich zusätzlich nicht mehr als zehn Franken aus. Wenn’s mal mehr sind, dann am nächsten Tag halt weniger. H
- Story #76Billy hat ein blaues und ein braunes Auge. Auf einem unserer ersten Spaziergänge hat mir ein Nachbar gesagt, dass sie aussieht wie ein Husky, einfach in Miniformat. Sie weiss ganz genau, was sie will, und fordert mich jeden Tag aufs Neue heraus. Billy begleite
- Story #77Ich habe mich sehr gefreut über die erste Karte im Briefkasten. Es ist ja nicht so häufig, dass ausser Rechnungen und der Zeitung etwas kommt. Dann ist die zweite Postkarte gekommen und es sieht ja wirklich schön aus bei dir. So langsam habe ich mir vorstellen
- Story #78Die Umweltseite sagt: ihr von der Wirtschaft wollt ja nur Geld machen. Die Wirtschaft sagt: die Politik will uns einfach einschränken und administrativ belasten und ihr von den NGOs braucht Schuldige, damit ihr eure Mitglieder bei der Stange halten könnt.Versu
- Story #79Die Frontscheibe meines Handys war in Trümmern, aber es funktionierte noch. Meine Kollegen rieten mir, ein neues Handy zu kaufen, weil es mit seinen über vier Jahren ja schon uralt sei. Ich zögerte lange, bis ein junger Freund meinte, er helfe mir das alte Tei
- Story #80Mit Bananen funktioniert das so: sie werden grün in die Schweiz geliefert und reifen dann eine Woche weiter, bevor sie in den Laden kommen. Nicht alle Bananen entsprechen den Standards, zum Beispiel sind sie nicht im praktischen Fünferbund oder sie haben Kühls
- Story #81Ich hab in Portugal auf dem Land bei einer Frau ein Zimmer gemietet. Alle paar Tage kamen benachbarte Bauern vorbei und brachten Tomaten oder Kisten voller Süsskartoffeln mit. Sie dachten wahrscheinlich, dass die Frau froh ist um ein bisschen Unterstützung, un
- Story #82Die Klima-Seniorinnen bringen mich immer wieder zum Staunen. Dass aus der Idee von wenigen Menschen so etwas entstehen kann, eine grosse Bewegung, bei der viele Menschen mit Herzblut mitmachen, ist für mich unglaublich schön.Den Ausschlag gab 2015 ein Gerichts
- Story #83Die Firma, in der ich arbeite, baut Orgeln. Wir machen fast alles selber, es ist noch immer richtig währschaftes Handwerk. Noch bis vor wenigen Jahren hatten wir einen eigenen Eichenwald, denn beim Orgelbau ist das meiste aus Holz. Ausser die Orgelpfeifen sind
- Story #84Die Stadt gehört uns! Gestalte eine Parklücke zu einem Park um! So steht es auf der Webseite, mit zwei Ausrufezeichen. Wer möchte, kann am Parking Day gratis einen Parkplatz reservieren. Für alles, was man möchte, ausser ein Auto natürlich.Ich habe mein Skateb
- Story #85Ich hatte mal für drei Monate ein Auto. Ich war froh, es wieder loszuwerden. Man muss sich drum kümmern. Hat man einen Parkplatz? Geht es kaputt? Und so weiter…Für andere Leute bedeutet das Auto Freiheit, für mich Ballast, etwas, das ich am Hals habe. Ich bin
- Story #86Anstatt in der Stadt immer für die Ewigkeit bauen zu wollen, sollte man viel mehr ausprobieren und testen. Dass man zuerst testet, ist in vielen Systemen völlig normal, weshalb also nicht beim Städtebau? Man weiss ja vielleicht erst nach einem Jahr oder so, ob
- Story #87Zuerst vielen Dank, dass ich dir diese Geschichte erzählen darf. Wir wissen ja beide nicht, was herauskommt, wir gehen jetzt zusammen auf einen Ride, oder? Ich bin halt ein Skateboarder, da sagt man das.Wir reden über eine Gemeinschaft von Leuten, die alle das
- Story #88Heute haben wir das erste Mal unser Kaffeevelo ausprobiert. Das ist ein mobiler Kaffeestand auf Rädern, ein Velo dahintergespant. Auf dem Stand gibt es alles, was man zum Kaffeemachen braucht: Kühlschrank, Brünneli, Wasseranschluss, Batterie. Auf all den viele
- Story #89Das ist doch ein Widerspruch: wir fahren Kinder mit dem Auto, weil es auf der Strasse zu gefährlich ist. Und gleichzeitig verursachen wir mit dem Auto noch mehr Gefahr. Ich finde, es gibt zu viel Platz für zu viele Autos und zu wenig für Menschen. Es ist zu we
- Story #90Ich habe diese Blumen gesät, weil sie den Bienen so gut gefallen. Mir gefallen sie auch sehr gut. Man muss den Garten gernhaben, damit die Sachen gut kommen. Aber manchmal ist es schon komisch. Diese Zucchetti-Pflanze habe ich gekauft, aber sie kümmert nur so
- Story #91Ich bin gerne draussen. Zu Fuss unterwegs ist mir aber einfach zu langsam, und das Tram ist zwar gemütlich, aber wenn man einmal etwas länger bleibt, dann kann es gut sein, dass nur noch das Uber bleibt. Mit dem Velo ist das anders, man ist schnell, an der fri
- Story #92Ich bin Italienerin, aus dem Südtirol. Also ich spreche deutsch, woanders meinen manche es sei ein Schweizer Dialekt, aber ich bin Ausländerin. Jetzt musste ich eine Vollmacht erteilen, damit meine Mutter eine Liegenschaft, überschreiben kann. In Sachen Bürokr
- Story #93Das Wichtigste für ein gutes Quartier ist, dass es ein soziales Netz gibt. Nicht nur enge Freunde oder Familie. Sehr wichtig sind auch Beziehungen zwischen Leuten, die sich so halb kennen. Der Aufbau eines solches Netzwerks dauert sehr lange. Kaputtgemacht ist
- Story #94Ich bin ein Brückleinbauer. Ich setze mich das Leben lang dafür ein, dass Gegner*innen miteinander reden und ihre Standpunkte darlegen können und dann idealerweise eine gemeinsame Lösung finden. Seit meiner Kindheit ist für mich die Frage der Gerechtigkeit zen
- Story #95Wir haben eine Leinwand, einen Projektor, Lautsprecher und Subwoofer, Elektronik und Generatoren. Alles, was man für ein Kino braucht. Unser Kino können wir aufstellen, wo wir wollen, heute zum Beispiel auf einem Parkplatz. Das geht, weil wir keinen Stromansch
- Story #96Eine Freundin arbeitet einen Tag pro Woche freiwillig auf dem Auenhof mit. Dort machen sie Permakultur, Landwirtschaft, die sich an den Prinzipien der Natur orientiert. Ich wollte herausfinden, was das genau heisst. Ein paar Wochen später läutete am Abend das
- Story #97Drei Mini-Geschichten ganz nebenbei:In einem Café stand beim Preis für Mineralwasser «frei». Auf Nachfragen sagte der Barista: «Wir verwenden da unser gutes Hahnenwasser und fügen über einen Aufsatz Sprudel hinzu. Wir finden, dafür sollte man eigentlich nicht
- Story #98Turnen ist für mich einfach schön. Auf dem Trampolin kann ich fliegen. Wenn es richtig passt, ist alles ganz leicht. Ich kann die überschüssige Energie rauslassen, den Frust von der Schule vergessen, mich beruhigen, wenn ich einen schlechten Tag hatte, und dan
- Story #99Ich war im Zug zwischen Rappi und Zürich, am Handy. Irgendwann habe ich aus dem nichts aufgeblickt, schaue aus dem Fenster und sehe diesen Bauernhof und Menschen am Arbeiten. Sonst siehst du in der Landwirtschaft ja einfach einen auf dem Traktor. Aber die sind
- Story #100Im Frühling, während dem Lockdown, hat es sich ergeben, dass wir jeden Tag einen Spaziergang gemacht haben. Es war dann ja so schönes Wetter. Wir haben immer den gleichen Weg genommen, mit kleinen Varianten, zuerst hinauf durch die Schrebergärten, dann durch F
- Story #101Über Nachhaltigkeit habe ich zuerst einfach einmal viel gelesen, aber dann wollte ich etwas Konkretes tun. Ich habe an Cleanup-Days am Rhein und am Bodensee Abfall gesammelt, wobei mir aufiel, wie erschreckend viel Müll da eigentlich rumliegt! Danach habe ich
- Story #102Ich habe oft das Gefühl, dass nicht genug passiert. Wenn ich das kritisiere, sollte ich es anders machen. Ich habe mir geschworen, nächstes Jahr packst du bei der Nachhaltigkeitswoche richtig an. Im Newsletter schrieb ich: Wenn du schon immer einen Event im N
- Story #103Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man nicht Probleme, sondern Hausaufgaben. Anfangs habe ich in Aachen einfach an verschiedenen Müllsammelaktionen mitgemacht. Dann haben wir das SEK Müll, kurz für Studentisches Einsatzkommando Müll, gegründ
- Story #104Ich finde Mathematik und die Natur wunderschön. Wenn sich ein Blatt im Wind bewegt, kann ich die Bewegung sofort in eine Differentialgleichung übersetzen. Aber natürlich mache ich das nicht die ganze Zeit.Viele Mathematiker sind eigentlich an Nachhaltigkeit in
- Story #105Ich lief an den Klima-Demos mit und fragte mich: wie kann ich noch mehr bewirken? Eine Kollegin und ich wollten herausfinden, was wir als Student*innen der ZHdK besonders gut beitragen könnten. An der Kunsthochschule ist ja grundsätzlich viel Expertise vereint
- Story #106Meine Mutter ist Äthiopierin, mein Vater ist Deutscher. Ich bin zwischen Deutschland und Äthiopien grossgeworden. Reiche Leute wohnen in Äthiopien meistens in Gated Communities, von Stacheldraht umgeben, aber wir wohnten in der Nähe eines Slums. In den armen G
- Story #107Ich bin in Mombasa in Kenia aufgewachsen. Nach meinem Abschluss hatte ich keine Ahnung, was ich machen sollte. Ich fand eine Anstellung im Arzneimittelverkauf, aber merkte schnell, dass es nicht das war, was ich machen wollte. Obwohl es mir ein stabiles Einkom
- Story #108Bis anhin habe ich fast nur mit Frauen darüber gesprochen, was ja schon interessant ist. Wieso, weiss ich nicht genau – man spricht unter Männern halt einfach nicht viel darüber. Was soll man auch sagen oder fragen: Benutzt du Kondome, ja ich auch oder nein ic
- Story #109In dieser Pandemie geht es den Kulturschaffenden ans Lebendige. Für freischaffende Künstler*innen ist es aktuell fast unmöglich, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es ist wichtig, das nicht zu vergessen. Aber als Rektor der Zürcher Hochschule der Künste beoba
- Story #110Ich mache für die katholische Hochschulgemeinde aki einmal pro Woche ein Mittags-Buffet aus Lebensmitteln, die sonst weggeworfen worden wären. Für die Nachhaltigkeitswoche habe ich das Projekt Ratatouille erfunden. In einem Online-Workshop sammeln die Teilne
- Story #111Seit ich denken kann, ist der Wunsch in mir, einmal Wildpferde in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, zu sehen, wie sie leben.Als ich online eine Exkursion buchen wollte, sah ich plötzlich ein Bild mit zwei Pferden in Norwegen. Ich wusste, da muss ich
- Story #112Ich habe einfach meinen Mut zusammengenommen und bin ins Gemeindehaus von Amden, um zehn vor fünf, wie man das ja geschickterweise nicht machen sollte. Und dann kam mir einer entgegen, am Heimgehen, das war der Gemeindepräsident, und fragte: Ja, was wollen si
- Story #113In unserem Quartier gibt es eine Dreissigerzone. Dort haben unsere Kinder früher zum Rollbrettfahren eine Rampe auf die Strasse gestellt. Wenn ein Auto vorbeikam, musste man halt die Rampe verschieben. Ein Autofahrer fuhr da mal rein in die Rampe. Das Auto hat
- Story #114Diese Zucchetti sind so riesig, es kommt mir vor, als würde ich meine Babys baden! Die Tiere sind ein Highlight für mich am Auenhof. Die Enten sind so lustig zu beobachten. Ganz brav watscheln sie in Einerreihe zu den besten Futterplätzen. Auch die Geissen sin
- Story #115Gefühlte Ewigkeiten hatten wir uns nur via Bildschirm gesehen. Unsere Gesichter und Frisuren und Mützen kannten wir bis ins Detail. Immer wussten wir, wo sich der andere aufhielt, weil wir das Büchergestell, die Pflanzen, den Vorhang oder das Bild einordnen ko
- Story #116Angefangen hat es ganz simpel. Die Drucker im Architekturinstitut druckten immer eine extra Seite nur mit dem Dokumentnamen. So was Absurdes, dachte ich. Es dauerte ein Dreivierteljahr, bis sie bereit waren, das zu ändern. Und ich musste mich bereit erklären,
- Story #117Wir haben im vergangenen Jahr versuchsweise unsere eigenen Legehennen aufgezogen. Aus gut der Hälfte der rund 50 befruchteten Eier sind männliche Küken geschlüpft, die als Hühnerbrüder mit der ganzen Herde aufgewachsen sind. Mit vier Monaten haben wir sie zum
- Story #118Unsere Hühner haben zwei Strategien, um Schnee und Kälte zu trotzen: Sie kuscheln sich unter dem Haus zusammen und plustern die Federn. Und wenn der Boden besonders kalt ist, stehen sie abwechselnd nur auf einem Bein und wärmen das andere am Bauch. Sie machen
- Story #119Stadtbäume brauchen eine nicht-asphaltierte Fläche um den Stamm herum, damit die Wurzeln Wasser und Luft bekommen. Diese Flächen werden Rabatten genannt. In einem Pilotprojekt stellte die Stadt Zürich den Anwohner*innen um die Josefstrasse 25 Rabatten zur Ve
- Story #120Eine Nachhaltigkeitsstrategie haben wir nicht in unserer Firma. Ein Nachhaltigkeitsmanagement? Nachhaltigkeits-Controlling? Nein, nein. Wir haben eine gescheite Strategie, so einfach ist das. Und weil es so einfach ist, macht es auch richtig Spass.Wir haben se
- Story #121In Basel sind bepflanzte Baumrabatten ganz normal. So nennt man die offenen Flächen rund um Strassenbäume. Anwohner*innen selbst können dort für eine solche Rabatte eine Patenschaft übernehmen und nach ihren Wünschen bepflanzen. Von meinem Arbeitsort an der Jo
- Story #122Ein Drittel der Schweizer CO2-Emissionen werden durch das Wohnen verursacht. Die Wärme Genossenschaft Bern möchte im grossen Stil Öl- und Gasheizungen durch nachhaltige Systeme ersetzen, zum Beispiel Holzpellets. Bei der Heizung anzusetzen lohnt sich, es ist
- Story #123Ich leite eine Spitex-Organisation. Ich bin überzeugt von der Idee, Kranke zuhause zu pflegen. Es ist anders als im Spital, wo du ins Zimmer kommst, die Aufgabe am Krankenbett erledigst und wieder gehst. Bei uns klingelst du an der Türe, betrittst eine Wohnung
- Story #124Ich bin Mitinhaber des Restaurant Josef. In normalen Zeiten stehen hier unsere Tische und Stühle auf dem Trottoir und ich bin ständig unterwegs von drinnen nach draussen und wieder zurück, beladen mit vollen Tabletts. Unsere Gäste sind Teil des Lebens dieser S
- Story #125Mit dem Kühlschrank angefangen hat es, weil unsere WG die Idee hatte, Lebensmittel zu retten. Wir fragten in unserem nahen Umfeld: wer geht am am Abend im Laden das übriggebliebene Essen abholen? Plötzlich hatten wir den Keller voller Lebensmittel. Die haben w
- Story #126Es gibt 22’000 Strassenbäume in Zürich und logisch wäre es super, wenn die alle bepflanzte Rabatten hätten. So könnte man die Artenvielfalt und das Mikroklima in der Stadt ganz schön verbessern. Aber es ist halt nicht so simpel. Die Pflanzen müssen die stärker
- Story #127Unsere WG organisiert die Lebensmittel über die Food-Kooperative El Comedor. Von aussen betrachtet ist das ganz schön kompliziert. Zusammen mit etwa 60 anderen Gruppen bestellen wir in vier Bestellrunden 20 Tonnen Lebensmittel im Jahr. Einen Monat nach einer B
- Story #128Es gefällt mir schon, mich einen Tag lang so richtig in die Zahlen zu vergraben und am Schluss geht die Rechnung auf. Seit sieben Jahren bin ich selbständige Treuhänderin. Zu mir kommen viele, die ein Unternehmen gründen wollen. Mich interessieren ihre Motive,
- Story #129Der Laden mit den gelben Sonnenstoren dort hinten, der gehört uns. Da backen und verkaufen wir unsere Cupcakes. Als wir von der städtischen Bepflanzungs-Aktion erfahren haben, war uns sofort klar: Natürlich machen wir mit, wir sind ja so oder so jeden Tag da u
- Story #130Meine Arbeit als Beraterin im Energie- und Klimathema macht mir Spass, aber manchmal ist die Arbeit kopflastig und abstrakt. Und manchmal finde ich es schwierig, weil es mit dem Klimaschutz so langsam vorwärts geht.Ein guter Ausgleich ist, wenn ich im Garten a
- Story #132Viele Leute würden gerne auf den See rausfahren, haben aber wie ich kein eigenes Boot oder keinen Standplatz. Wahrscheinlich ist die Mehrheit der Boote nur wenige Stunden pro Saison auf dem See. Darum haben wir den Verein Bootteilet Rapperswil-Jona gegründet
- Story #133Eigentlich ist es zum Verrücktwerden. Vor bald einem Jahr wurde ich offiziell als dement diagnostiziert und es verschlechtert sich alles leider schneller als erhofft. Ich bin ja eher jung dafür, aber es trifft offenbar auch Leute, die nicht dem Bild der verwir
- Story #134Meine beiden letzten grossen Filme waren «Flying Home» über meinen Onkel Walter und «Zum Säntis!» zusammen mit Franz Hohler. Ich habe gemerkt, dass ich keine so grossen Projekte mehr machen mag, mit langen Wegen und vielen Beteiligten. Aber was kann man ganz a
- Story #135Eigentlich wollte ich ja nur meine Jahresration Linsen in Oberhasli abholen. Es war brütend heiss, als ich an diesem Nachmittag ankam. Die junge Frau, welche die Linsen selber angebaut hatte, werkte im Schatten eines grossen Scheunendachs, die Grossmutter putz
- Story #136Man nennt Finnland das Land der tausend Seen. Eigentlich sind es zweihunderttausend. Überall ist Natur. Ich bin in einer Stadt aufgewachsen, aber in unseren Städten ist der Wald nie weit weg. Es gibt keine klare Trennung zwischen Stadt und Land. Ich bin dann a
- Story #137Es ist nicht immer ganz klar, was ein Gegenstand ist, das finde ich lustig. Je nachdem, wer ihn anschaut, in welchem Zusammenhang man ihn anschaut, kann er immer wieder etwas ganz anderes sein. Letzthin habe ich meiner Freundin beim Räumen und Zügeln geholfen.
- Story #138Das Gasshuku in Bern findet jeden Sommer statt. Gasshuku ist japanisch und heisst Wochenendfreizeit. So richtig nach Freizeit haben sich zwanzig Stunden Karate in vier Tagen aber nicht angefühlt. Ich hatte zwischenzeitlich grausame Schmerzen in den Beinen.Ga
- Story #139Als ich im Spitalcafé sass, hat er die Tische geputzt. Ich bedankte mich und kam sofort mit ihm ins Gespräch. Kurz danach kam er nochmals zu mir. Er hat sich so gefreut, dass ich seine Arbeit geschätzt habe und vielleicht auch, dass wir uns auf einer menschlic
- Story #140Die Dinger stehen überall in der Stadt verstreut. Am Anfang dachte ich, was ist das denn hier? Mein Freund sagte Insektenhotel, aber dann schaute ich nach und es war ein Wurmhotel. Ein Wurmhotel ist ein Kompostkasten für Grünabfälle aus der Küche. Da sind eine
- Story #141Ich bin Architektin und Nudelsuppenköchin. Beide Arbeiten verbinden sich in der Suche nach Atmosphäre und Orten, wo man gerne ist oder isst. Es geht um Ästhetik, Kultur, das Gefühl für die Rohstoffe, aber auch um die Bedürfnisse der Menschen. Als Architektin g
- Story #142Dieses Café ist meine Terrasse, denn in meiner Wohnung habe ich keine. Die Altstadt in Winterthur ist die grösste Fussgängerzone in der Schweiz. Das war damals ein grosses Politikum. Das Gewerbe hatte grosse Angst, dass die Leute ohne Auto nicht mehr einkaufen
- Story #143Ich hatte in Paris gut drei Stunden Zeit zum Umsteigen. Ich fand es schöner, gemütlich quer durch Paris zu laufen, als die Metro zu nehmen und dann beim Gare de Lyon herumzuhängen. In den paar Stunden traf ich mehr Leute als während den ganzen fünf Tagen in
- Story #144In der Schweiz werden jeden Tag tonnenweise noch wunderbare Bananen weggeworfen. Seit über einem Jahr finden wir mit unserem Verein Mehr als Zwei heraus, was man mit geretteten Bananen alles so anstellen kann. Die getrockneten Bananenstängeli laufen schon wu
- Story #145Die Idee hat unserer Klasse sofort total gefallen und zusammen mit unserer Lehrerin haben wir uns für den Aktionstag angemeldet: anstatt auf dem Parkplatz zu parkieren halt eben etwas Besseres darauf machen. Wir haben die Themen Müll und Klima gewählt.Ich bin
- Story #146Normalerweise arbeiten wir weiter vorne, an der Josefstrasse in einer Ateliergemeinschaft. Ich habe eine kleine Zahlen-Legasthenie und habe beim Reservieren des Parkplatzes nicht aufgepasst, darum sind wir jetzt hier gelandet statt vor dem Atelier. Wir beide k
- Story #147Eigentlich habe ich Astrophysik studiert. Mein erstes bezahltes Catering habe ich aber bereits mit elf Jahren gemacht. Und in der ersten Oberstufe im Schulklassenlager habe ich für alle gekocht, alles organisiert und geplant. Ich ging sogar vorher im Lagerhaus
- Story #148Wir besetzen jetzt diesen Parkplatz. Also, wir nehmen ihn eigentlich zurück. Wir haben kein Wohn- oder Esszimmer in unserer WG. Und an einem so schönen Nachmittag dachten wir, könnten wir ja einfach einmal hier zusammen essen. Wir haben mehr Stühle mitgebracht
- Story #149Ich lebe jetzt seit ein paar Monaten in Athen. Das Leben hier ist ganz anders als der Alltag im Dorf, wo ich mein ganzes Leben verbracht habe. Es war ein Schock für mich, dass ich in der Stadt für alles auf jemand anderen angewiesen bin. Früher habe ich nie Ob
- Story #150Hier auf der rechten Seite sind wir Mütter, dort links die Töchter. Beide Gruppen haben ihren privaten Parkplatz. Wir haben uns schön eingerichtet für den Parking Day . Die jungen Frauen sind für die Musik zuständig. Wir haben vorhin getanzt auf der Strasse.S
- Story #151Geld ist erst einmal etwas ganz Neutrales, ein Joker. Man kann es eintauschen für Lebensnotwendiges, Genuss, Status, Ausbildung, Gesundheit, Soziales. Erst wenn wir etwas mit dem Geld machen, hat es eine Wirkung. Diese kann eher positiv, neutral oder eher nega
- Story #152Es war kalt und so schaute bloss seine Mütze aus dem Wolldeckenwickel. Augen oder ein Gesicht konnte ich nicht ausmachen. Und so getraute ich mich erst gar nicht, den Mann anzusprechen, der auf einem Hocker neben seinem bunten Kunstblumenturm sass. Unter dem T
- Story #153Heute hören die Menschen zu, was ich als Aktivist*in erzähle, und dafür zahlen sie auch noch Eintritt. Was für ein Glück.Ich bin sehr politisiert aufgewachsen. Als Kind kam ich unter die Räder, weil ich in vielem anders war, meine queere Identität war offenbar
- Story #154Bei Madame Frigo organisieren wir öffentliche Kühlschränke. Leute bringen Lebensmittel, die sie nicht mehr brauchen, und nehmen andere mit. Ich betreue die Freiwilligen, die für die Kühlschränke verantwortlich sind. Sie gehen alle zwei, drei Tage vorbei und sc
- Story #155Die künstlerische Idee war: Wir kopieren einen städtischen Platz und bauen ihn ein zu eins nach, aber aus Pflanzen. Ein zentraler Platz, den alle kennen. Das Bellevue hat sich gleich angeboten, der heutige Verkehrsknotenpunkt war früher ein Park mit Baumalleen
- Story #156Im heissen Sommer kann für einen Frosch oder ein krabbelndes Insekt schon ein Meter Asphalt eine unüberwindliche Barriere sein. Und trotzdem: Immer noch werden Plätze gestaltet, als gäbe es keine Natur. Kein Mensch kann mir erklären, warum man heute etwas baut
- Story #157Vor drei Jahren sass ich auf dem Paradeplatz in meinem kleinen Boot und ruderte. Vor mir war die Credit Suisse, um mich Musik vom Untergang der Titanic. Die Botschaft war klar: CS, wenn du das Ruder nicht herumreisst, gehst du unter. Nachdem es dann tatsächlic
- Story #158Weshalb reissen wir nicht einfach ein Blatt ab? Lassen die Schnecke nicht auf dem Weg liegen? Weshalb rotten wir die Giftpflanze nicht aus? Und was ist dann mit den Stechmücken oder Zecken, lassen wir die auch leben? So beginnen in meinen Führungen am Botanisc
- Story #159Letztens fragte mich ein alter Kollege aus dem Gymi: Fühlst du dich wie Noah, der vor dem Klimawandel gewarnt hat, und dann ist es auch eingetroffen? Nein. Ganz ehrlich, mich kackt’s ja auch an, dass wir jetzt einen schneelosen Winter hatten. Ich bin vierunddr
- Story #160Wie retten wir die Welt? Schaffen wir das allein mit Demonstrationen und Aktionen? Das glaube ich nicht. Aber die Politik allein ist nicht schnell genug. Es braucht beides, also investiere ich in beides. Wenn die Strasse Druck macht, agiert die Politik schnell
- Story #161Wasser ist mein Element. Ich glaube, das Schwimmen kam bei mir vor dem Laufen. Während dem Studium begann ich mit Rudern. Auf dem Zürichsee kannst du wegen der Wellen der Kursschiffe nicht vernünftig rudern, darum findet die Zürich-Regatta auf dem Greifensee s
- Story #162In 25 Monaten und fünf Tagen reiste ich auf dem Landweg von Kreuzlingen nach Mumbai. Die erste Etappe ging via Moskau in die Mongolei. Dann weiter durch China, Taiwan, Tibet und Nepal und schliesslich nach Indien. Einige der Länder, die ich besuchte, gelten al
- Story #163In Spanien setzt man jahrhundertealte arabische Bewässerungssysteme wieder instand. Manche Wasserleitungen der Römer sind noch immer in Betrieb. Und die Inkas bauten hoch in den Anden Pflanzen an und ernährten damit ihr ganzes Reich. Mit Terrassen, Steinmauern
- Story #164Mit Anfang Zwanzig habe ich meinem Gottenkind zur Geburt ein Buch zur Friedensbewegung geschenkt und einen Brief dazu gelegt: Wenn ich einmal erlahmen sollte, solle sie mich bitte wachrütteln.Bereits als Jugendlicher hatte ich Konflikte, weil mir die Umwelt wi
- Story #165Vielleicht liegt das an meinen Genen oder meiner Kindheit. Schon mein Vater hat sich in den Sechzigern gegen eine Kehrrichtdeponie gewehrt, weil es Probleme mit dem Grundwasser gab. Er ging bis vor Bundesgericht und bekam teilweise recht. Als ich in der ersten
- Story #166Als Direktor vom Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich setze ich mich für das grünste Blau der Welt ein. Du verstehst schon, das Züri-Blau meine ich! Das haben wir uns im UGZ als unsere Vision gegeben. Ich will das, was unsere Stadt auszeichnet, förde
- Story #167Früher war ich ein echter Öko-Besserwisser und habe die Leute kritisiert, die übers Wochenende nach Mallorca flogen. Heute wandle ich das in positive Energie um, und das geht bei mir eben meistens über das Velo. 2018 waren an der Critical Mass erst so zwanzi
- Story #168Eigentlich wollten wir damals nur eine Kolumne über die Stimmung in Kiew bringen, eine Zusammenarbeit des Onlinemagazins Republik mit dem ukrainischen Fotografen Lesha Berezovskiy. Wie lebt eine junge Generation, aufgewachsen in einem demokratischen Land, aber
- Story #169Auf den Klimapavillon bin ich bei meiner Suche nach einer Organisation gestossen, die sich für den Natur- und Klimaschutz engagiert. Ich habe mit dem Geschäftsführer Markus Keller zum Kaffee abgemacht, ein erstes Mal, ein zweites Mal, aber immer kam mir etwas
- Story #170Ich muss das jetzt einfach machen, mich dafür engagieren, dass wir weniger Schaden anrichten. Wer in einem Labor arbeitet, packt auf seinen ökologischen Fussabdruck von etwa sechs Tonnen CO2 acht bis zehn Tonnen obendrauf. Die grossen Batzen sind das Fliegen u
- Story #171Wir servierten einmal Sorbet mit Sauerampfer, das hat unsere Gäste total begeistert. Das schmeckt wie früher, haben sie gesagt, als ich als Kind auf der Nachbarwiese rumgerannt bin. Essen ist emotional, nahe am Herzen. Wir verbinden mit Essen sofort Erinnerung
- Story #172Eine klinische Psychologin spricht eine andere Sprache als jemand, der sich mit Sanskrittexten beschäftigt. Bei 190 Professuren in der Philosophischen Fakultät gibt es völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, was gute Forschung ist und braucht.Die Universi
- Story #173Ob ein Film tatsächlich die Welt verbessern kann? Films for Future löst vieles aus, davon sind wir überzeugt. Bei uns schauen die Menschen einen Film über ein Zukunftsthema, gehen danach aber nicht gleich nach Hause. Statt mit ihren Gedanken allein zu sein,
- Story #174Für ein Austauschsemester verlassen junge Menschen ihre Komfortzone. Sie müssen sich in einer ungewohnten Situationen zurechtfinden, lernen andere Kulturen kennen und dass man Sachen auch ganz anders sehen kann. Vielleicht sind sie dann besser vorbereitet, sic
- Story #175Es heisst ja immer: jung und Politik, das passt nicht. Seit die Klimajugend aufgestanden ist, hat sich das ein bisschen geändert. Ziel von Tsüri ist, noch mehr junge Menschen zu motivieren, sich für ihre Stadt zu engagieren. Unser Journalismus soll sie herau
- Story #176Wenn ich mit den Schüler*innen am Gymi lateinische Texte lese, kommt das Gespräch immer wieder auf die zentralen Punkte: Was ist ethisch richtiges Verhalten? Gerechtigkeit? Gleichberechtigung, Diversität oder Tierrechte – sind Tiere weniger wert? Die Schüler*i
- Story #177Ich hatte schon immer diesen Tick: Von meinem ersten Sackgeld mit sechzehn Jahren habe ich ein Autoheftli gekauft, «Auto Motor und Sport». Ich habe Autos sehr gerne, beschränke mich dabei aber mehr oder weniger auf eine platonische Liebe.Meine erste Stelle nac
- Story #178Während meiner Schulzeit in Mecklenburg war ich als Jung-Ornithologin jede Woche mit einer Gruppe im Wald unterwegs. Es war mein Traum, beruflich einmal etwas mit Natur zu machen, aber in Ostdeutschland konnte man seinen Berufsweg damals leider nicht gross wäh
- Story #1792016 zog ich für drei Jahre in die Ukraine. Zuvor hatte ich in Zürich und St. Petersburg Politikwissenschaften und russische Literatur studiert. In Kiew habe ich für die OSZE, später an der Schweizer Botschaft gearbeitet, jeweils zu Friedensförderung und Mensc
- Story #180Ich bin gerne in den Bergen, egal welches Wetter, allein oder mit andern. Wir haben darum die Hiking Church für Menschen gegründet, die Berge, Spiritualität und Gemeinschaft suchen. Manche kommen aus dem Kirchenumfeld, finden dort aber nicht, was sie suchen.
- Story #181Mein Leben, wie es sich verändert hat, ist wie die Klimakrise: Zuerst schleichend, dann kamen Kipppunkte, Weichenstellungen und es gab kein Zurück mehr. Als junge Frau habe ich mit einer Freundin in Walenstadtberg den Monte Vuala , ein basisdemokratisches Kur
- Story #182Neustart Schweiz heisst unser Konzept für eine intakte Dorfstruktur mitten in einer Stadt. Alle Elemente darin gibt es eigentlich heute schon und haben sich bestens bewährt. Aber dass man alles zu einem stimmigen, urbanen Ganzen zusammensetzt, das ist das Neu
- Story #183«Meine Pizza ist fair!» Das ist der Slogan unserer Kampagne, mit der wir faire Tomatensauce in Pizzerien bringen wollen. Denn wer weiss schon, unter welchen Bedingungen die Zutaten auf unserer Pizza produziert wurden? In den meisten Fällen weder die Gäst*innen
- Story #184Was heisst eigentlich nachhaltiges Bauen? Diese Frage beschäftigt mich schon seit langem, schon damals als Architekt und Bauherrenvertreter, beim Hochbauamt in Bern und Aargau und später im Stabsbereich des ETH-Rats. Dass es dabei um viel mehr geht als ein Ene
- Story #185Ich stand mit meinen Konflikten an, bei meiner Familie, in meinem Freundeskreis, als Klima-Aktivistin. Meine Tools haben einfach nicht mehr funktioniert. Ich hatte alles probiert, die Leute konfrontiert, Polarisierung bewirkt, die ich gar nicht wollte. Ich war
- Story #186Der Soziologe Ray Oldenbourg hat den Begriff der Dritten Orte geprägt. Das sind Orte, die weder dem Familien- noch dem Arbeitsleben dienen, sondern Gemeinschaft und Interaktion fördern. Auch moderne Bibliotheken gehören dazu. Beheizte Räume ohne Konsumzwang,
- Story #187Kinder beim Lernen begleiten und Lebensmittel retten sind meine wichtigen Themen. Mit der Arbeit in der Waldschule verdiene ich mein Geld und die Freizeit – wenn man das so nennen kann – widme ich den Lebensmitteln. Hinter beidem möchte ich stehen können, bei
- Story #188Meinen ersten Kaktus habe ich mit vier Jahren bekommen. Dieses dornige, bizzare Wesen blühte als Dank für meine liebevolle Pflege wunderschön. Nach meiner Gärtnerlehre habe ich zuerst in verschiedenen botanischen Gärten gearbeitet, dann Biologie studiert. Erst
- Story #189«Was genau soll das jetzt mit dieser SoLaWi?» Solidarische Landwirtschaft, ist das so was wie eine Gemeinschaft? Schon vor der Übernahme des Huebhofs haben wir an der Chilbi einen Stand gemacht, um uns in Schwamendingen zu vernetzen. Es hat schon für Gesprächs
- Story #190Ich verstehe die Frustration vieler Landwirt*innen. Viele Menschen wünschen sich zwar eine ökologische Produktion, die Preise von Grossverteilern sind aber oft nicht kostendeckend. Die Produkte selbst zu vermarkten ist ein riesiger Aufwand. Die Konsument*innen
- Story #191Ich möchte mitreden können, woher mein Essen kommt, wer es macht und unter welchen Bedingungen es hergestellt wird. Mit dieser Motivation habe ich damals auch meine erste Food-Coop gegründet. In einer Food-Coop schliessen sich Konsument*innen zusammen, um ihre
- Story #192Ich hatte mich immer dagegen gesträubt, mich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Er war mit Ängsten und Hemmungen verbunden, vieles blieb im Dunkeln. Der Wendepunkt war der Tod meines Grosis. Mein Abschied von ihr kam mit vielen Tränen, aber auch viel Lachen und
- Story #193Dinge, zu denen du eine Beziehung hast, die pflegst du, für die fühlst du dich verantwortlich.Material-Archiv hat unzählige Muster von Materialien. Du nimmst ein Stück Holz aus der Schublade, spürst die Beschaffenheit der Oberfläche, riechst daran, hörst, wie
- Logbuch Deshalb denken wir Systemwandel vom Ziel her und und nicht von heute.Systemwandel von der Zukunft aus zu denken ermöglicht uns, uns von bestehenden Strategien und Lösungen zu lösen und von den Grundbedürfnissen von Menschen auszugehen. So verhindern wir, dass sich die Ideen nur innerhalb der Einschränkungen des heutigen Systems
- Logbuch Deshalb sprechen wir von einem SystemwandelDas Wort "Systemwandel" lässt fast niemanden kalt. Die meisten von uns haben entweder stark positive oder negative Assoziationen:Z.B. Positiv: Ja genau, den Kapitalismus abschaffen!Z.B. Negativ: Bitte keine Revolution, die unsere Welt ins Chaos stürzt.Als sich
- Logbuch Sprache und ihre ImplikationenImmer wieder diskutieren wir darüber, was für eine Sprache wir verwenden und welche Wirkung das hat. Viele Begriffe lösen eine ganze Welle an Assoziationen aus – welche eine Gruppe anspricht und eine andere abschreckt. Zudem tragen viele Wörter eine Geschich
- Logbuch Systemwandel: UpdatesBis Juni 2026 entwickelten wir die erste Version des Systemwandel-Prototyps. Seither entwickelt sich der Prototyp durch Feedbacks, neue Stories und neue Analysen ständig weiter. Hier werden alle wichtigen* Änderungen am Systemwandel-Prototyp protokolloriert.*w
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- Logbuch Was sind die Existenzprinzipien?Die Existenzprinzipien sind das Fundament unseres Systemwandel-Prototyps. Sie sind hergeleitet aus wissenschaftlichen Erkenntnissen über die physikalische und menschliche Charakteristik unserer Welt. Sie beschreiben, unter welchen Bedingungen eine menschliche
- Logbuch Welche Prämisse unterliegt unserem Systemwandel?Leben ist wertvoll. Jedes Lebewesen ist wertvoll. Unser Systemwandel-Zielbild unterliegt dieser Prämisse. Alles andere ist davon abgeleitet.Ohne diese Prämisse könnte man auch auf andere effiziente Lösungen kommen, zum Beispiel die komplette Auslöschung der Me
- Logbuch Welchen Wissensquellen vertrauen wir für den Systemwandel-Prototyp?Drei Wissensquellen fliessen in den Systemwandel-Prototyp ein, die alle auf eine andere Art vertrauenswürdig sind:Die Geschichten, weil Menschen über ihre eigene Erfahrung erzählen (solange sie ehrlich erzählt werden )Erkenntnisse, die mittels wissenschaftlic
- Logbuch Weshalb beschreiben wir den Systemwandel in der Gegenwartsform?Menschen haben die Neigung, den Status Quo überzubewerten. Mit dem narrativen Trick des Systemwandels im Präsens wollen wir einladen, nicht das Heute als den Status Quo zu betrachten, sondern den Systemwandel. Vielleicht erscheint er dann gar nicht mehr so uto
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