Was ist unsere Definition von Systemwandel?
Systemwandel wird oft benutzt, aber selten definiert. Wenn alle etwas anderes unter Systemwandel verstehen, ist keine Debatte möglich.
Mit unserer Definition möchten wir:
- Den Spielraum abstecken
- Die Zielgrösse debattierbar machen
- Die Qualität verschiedener Systeme vergleichen können
- Zu entscheiden, welche Geschichten Teil von Stories for Future sein können und welche nicht
- Zu klären, was wir mit Systemwandel nicht meinen
Was ist das Ziel des Systemwandels?
Für SFF haben wir die Zielgrösse folgendermassen definiert: wir wollen, dass alle Menschen gut leben können. An allen Orten, zu allen Zeiten (und was ist mit anderen Lebewesen?). Anhand dieser Zielgrösse haben wir für SFF eine einfache und eine komplizierte Definition von Systemwandel formuliert:
Die einfache Definition von Systemwandel
Ein System, das alle Rahmenbedingungen für ein gutes Lebens erfüllt, ohne die Lebensgrundlagen von anderen oder der Zukunft zu schwächen.
Die komplizierte Definition von Systemwandel
Systemwandel ist eine ökonomische Zielfunktion:
Gestalte ein System, in dem:
- der kumulierten Ressourcenverbrauch minimiert wird
- alle Menschen ein Minimum an Wellbeing haben können
Restriktionen:
- Die physikalischen Grenzen zu keinem Zeitpunkt überschritten werden (lokal, planetar)
- Die Menschenrechte für niemanden zu keinem Zeitpunkt verletzt werden
Der Zielfunktion liegen folgende Annahmen zugrunde:
- Das Wohlbefinden verschiedener Menschen korreliert positiv (Prosozialität)
- Materielle Ungleichheit beeinträchtigt das Wohlbefinden (Fairnessverletzung)
- Materielle Ressourcen haben für Wohlbefinden einen abnehmenden Grenznutzen
- Wohlbefinden ist nach oben begrenzt
- Wir leben in einer Welt mit physikalischen Grenzen (objektive Wirklichkeit)